Bekannt ist unser Verein vor allem für seine erfolgreichen Sportler und Sportlerinnen in den Traditionssportarten Handball und Fechten. Aber der Verein zeigt sich auch offen gegenüber Neuem. Neben Sportgruppen, die den brasilianischen Kampftanz Capoeira oder die chinesische Meditations- und Bewegungsform Qigong ausüben, treffen sich in der Günter-Braun-Sporthalle im TSG Sportzentrum auch Sportler für die Trendsportart ‚Ultimate’.
“Ultimate ist ein wettkampforientierter, weitgehend berührungsloser Mannschaftssport, der mit einer 175 g schweren Plastikwurfscheibe (Frisbee) gespielt wird. Ursprünglich von amerikanischen Studenten erfunden, erfreut sich der Sport heute auch international zunehmender Beliebtheit. Ultimate wird in mehr als 40 Ländern von weltweit mehr als 100.000 Spielern gespielt und zeichnet sich aus durch den ‚Spirit of the Game’, der die Prinzipien des Fair-Play und den Spaß am Spiel in den Vordergrund stellt”, informiert TSG-Übungsleiter Adrian Vogel über die Hintergründe der Sportart.
‚Ultimate’ bringt Elemente aus dem American Football und dem Basketball mit. Es ist ein Laufspiel, bei dem sich zwei Teams mit jeweils sieben Spielern gegenüberstehen. An den langen Enden des Spielfeldes befinden sich wie beim American Football zwei Endzonen. Ziel des Spieles ist, die Wurfscheibe durch Zupassen in der gegnerischen Endzone zu fangen und damit einen Punkt zu erzielen, ohne mit der Scheibe in der Hand zu laufen. Die Person in Scheibenbesitz hat zehn Sekunden Zeit um weiterzuspielen. Für sie ist dabei nur ein Sternschritt erlaubt. Alle anderen Spieler dürfen sich frei bewegen. Landet ein Pass auf dem Boden, im Aus oder wird von der gegnerischen Mannschaft abgefangen, wechselt der Scheibenbesitz (Turnover), und das andere Team greift sofort an. Je nach Turnier wird auf 13, 15 oder 17 Punkte oder auf eine vorher bestimmte Zeit gespielt.
Was Ultimate zu einem besonderen Sport macht, ist die Eigenverantwortung der Spieler. Prinzipiell ist es ein körperloser Sport, das heißt Tackling wie beim Football ist nicht erlaubt. Natürlich kommt es trotzdem gelegentlich zu Karambolagen oder Fouls. Ein Schiedsrichter wird jedoch nicht benötigt, da der gefoulte Spieler einfach das Foul selbst anzeigt. Damit wird der Spielfluss eingefroren (Freeze) und alle Spieler müssen stehen bleiben. Wenn der unmittelbar beteiligte Gegenspieler das Foul anerkennt, behält der gefoulte Spieler die Scheibe, bestreitet sein Gegenspieler ein Foulspiel (Contest), geht die Scheibe zum Werfer zurück und das Spiel geht von dort weiter. Das ‚Freeze’ wird durch einen ‚Check’ aufgehoben und die Scheibe damit wieder freigegeben.
Den Grundgedanken der Fairness spiegelt ein Zitat aus den Statuten des Weltverbandes wider: “Der Flugscheibensport hat seit seiner Entstehung stets auf den Sportsgeist des Einzelnen vertraut. Trotz des hohen kämpferischen Einsatzes stehen der gegenseitige Respekt und die Freude am Spiel im Vordergrund. Es wird davon ausgegangen, dass kein Spieler die vorher vereinbarten Regeln absichtlich verletzt. Kontrolle oder Sanktionen sind daher unnötig.” Jeder Interessierte kann sich mit den Grundregeln und dem Spielablauf bei einer Probestunde bekannt machen.ˇ
Trainingszeiten & Kontakt
Donnerstag, 20:00 bis 22:00 Uhr
Sonntag, 17:00 bis 19:00 Uhr
im TSG Sportzentrum
Adrian Vogel
Mobil: 01 72 / 62 33 447