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Weibliche C-Jugend: OSTERURLAUB...

Veröffentlicht in Handball-Aktuell Jugend » Handball-Aktuell weibliche Jugend am Montag, 04. April 2016
...auf dem IBOT 2016 in Biberach ...beim KUPPERCUP 2016 in Leipzig

Biberach: Wie bereits im letzten Jahr, fiel das Ostereiersuchen in Omas Garten dieses Jahr bei unseren C-Mädels aus. Stattdessen reisten die Mädels gemeinsam mit unserer weiblichen B-Jugend am Karfreitag in den Schwarzwald zum traditionellen, top besetzen IBOT nach Biberach. Das internationale Turnier ist seit Jahren das größte und bestbesetzte Jugendturnier (männliche und weibliche A-C-Jugend) in Süddeutschland. 104 Mannschaften aus ganz Deutschland und Europa zeigen in vier Hallen Spitzenhandball von Karfreitag bis Ostermontag. Da man im vergangenen Jahr einen super vierten Platz belegte, wollte man diesen in diesem Jahr toppen.



Das so etwas auf einem Turnier sehr schwierig planbar ist, zeigte sich gleich im Auftaktmatch gegen Freiburg, bei dem der frischgebackene RPS-Meister aus Friesenheim sehr lange einem Rückstand hinterher lief und letztlich erst im Endspurt das Spiel mit einem Tor für sich entscheiden konnte. Die weiteren Gruppengegner MTG Wangen und die Mannschaft der Gastgeber aus Biberach wurden dann klar beherrscht, womit man sich als Gruppenerster für das Viertelfinale qualifizierte.

Dort traf man auf die südtiroler Auswahlmannschaft aus dem Eisacktal. Die Jungeulen waren nun auf Kurs und zogen durch einen ungefährdeten Sieg in das Halbfinale, in dem man auf den bärenstarken Württembergmeister SG BBM Bietigheim traf. Der Bundesliganachwuchs aus Bietigheim präsentierte sich im Halbfinale in topform, alles lief wie am Schnürchen, was für unsere super kämpfenden Jungeulen den Einzug ins Finale verhinderte. Die top Leistung der SG BBM Bietigheim musste man neidlos anerkennen, wobei sie gegen unsere Mädels tatsächlich ihr bestes Spiel auf diesem Turnier zeigten.

Unsere Mädels hatten auch gegen die massive 6:0 Deckung der SG große Probleme, da diese in der C-Jugend nach DHB-Vorgabe noch nicht gespielt werden soll und wir daher nur wenig Erfahrung haben. Auch fehlte uns die noch nicht voll einsetzbare Jacy, die aus gesundheitlichen Gründen nur sporadisch eingesetzt werden konnte. Dies soll allerdings die Leistung der SG BBM Bietigheim nicht schmälern, die sich auch problemlos den Turniersieg gegen unseren Ligakonkurrenten Budenheim im Finale sicherten.

Wir hatten die schwere Aufgabe uns nach der enttäuschenden Halbfinalniederlage erneut zu motivieren, um den Platz auf dem Treppchen zu sichern. Eine kämpferische Leistung im Spiel um Platz 3 gegen die HSG Pforzheim sicherte uns letztlich den dritten Platz, womit die Mannschaft doch noch ihr Ziel erreichte, nämlich besser abzuschneiden, als im vergangenen Jahr (4.).

Letztlich muss man dem Veranstalter ein großes Lob für dieses Mammutprojekt aussprechen. Das top organisierte Handballevent ist für alle Beteiligten immer eine tolles Erlebnis. Selbst die nicht mitgereisten Eltern/Fans konnten sich durch einen super Liveticker, in zwei Hallen sogar Livestream, stets über die laufenden Spiele informieren.

Am Ostermontag gegen 19:00 Uhr traf der Bus mit den erschöpften Spielerinnen, Trainern und Betreuerinnen wieder in Friesenheim ein und man sah den Zurückgekehrten an, dass die vier Tage viel Kraft gekostet haben.

Leipzig: Nach einem freien Tag trafen sich unsere Mädels dann wieder am Mittwochnachmittag, um sich bei einer fünfstündigen Trainingseinheit auf das Wochenende vorzubereiten, denn am Freitagmorgen um 7:45 Uhr standen bereits alle Spielerinnen wieder am Mannheimer Hauptbahnhof, um mit dem ICE nach Leipzig zu reisen.

Dort folgte man der Einladung des HC Leipzig, der bei dem Einladungsturnier den KUPPERCUP ausspielte. In dem 6er-Feld spielte am Freitag und Samstag in der Vorrunde jeder gegen jeden, wobei die Spiele über 2x 15 min gingen. Neben dem Team des HC Leipzig 1 stellte der Veranstalter mit dem HC Leipzig 2 ein weiteres Team.

Im ersten Spiel trafen die Jungeulen auf Hannover-Badenstedt, die nach einem hart umkämpften Spiel mit 23:20 bezwungen wurden. Im zweiten Spiel traf man auf den Turnierfavoriten aus Aldekerk, die mit gleich mehreren DHB-Spielerinnen bestückt sind. Trotz einer 19:13 Niederlage konnten unsere Jungeulen mit der gezeigten Leistung zufrieden sein.

Im dritten Spiel folgte dann der weitere große Brocken, der HC Leipzig 1. In einer hart umkämpften Partie musste man sich 12:10 geschlagen geben. Die weiteren Vorrundenspiele gegen Berliner TSC (26:22) und HC Leipzig 2 (24:18) wurden klar gewonnen, womit man als Vorrundendritter im Halbfinale wieder auf den HC Leipzig 1 traf, die ihr Spiel gegen Aldekerk verloren hatten.

Die Halbfinale und Platzierungsspiele wurden am Sonntag über 2x 20 Minuten gespielt.

Das Halbfinale gegen Leipzig sollte das engste Spiel des Turniers werden. Unsere Mädels wirkten am Sonntagmorgen ausgeschlafen und legten in den ersten 6.-7. Minuten eine 7:4 Führung hin. Die Seiten wurden mit einer 13:11 Führung gewechselt. Beim 14:14 schien das Spiel zu kippen, aber unsere Mädels legten nach und führten 17:15. Acht Minuten vor Schluss führten wir noch mit 18:17. Drei Minuten vor Schluss drehte Leipzig den Rückstand in eine 19:18 Führung, aber wir fighteten zurück und es stand eine Minute vor Schluss 19:19. Was für ein Drama. 30 Sekunden vor Schluss wieder die Führung für Leipzig (20:19). Diese konnten unsere Mädels leider nicht mehr ausgleichen, womit Leipzig ins Finale einzog und unsere Mädels verständlicherweise nach großem Kampf geknickt das Feld verließen.

Das Spiel um Platz 3 wurde dann klar mit 29:21 gewonnen, womit sich unsere Jungeulen bei diesem Topturnier immerhin die Bronzemedaille sicherten.

Jule Polsz sicherte sich die Trophäe als Torschützenkönigin.

Auch hier dem Veranstalter ein großes Lob für die tolle Organisation.

Am Sonntagabend kehrte die Mannschaft mit dem ICE wohlbehalten zurück und kann auf eine tolle Woche zurückblicken, bei der das Team sicher sehr, sehr viel lernen konnte.

Sicherlich ist es immer mit einem großen Aufwand verbunden mit Mannschaften solche Turniere zu besuchen und es gilt hier der besondere Dank an die Mannschaftsverantwortlichen, aber auch den Eltern, die ihren Töchtern solche Erlebnisse ermöglichen, die auch immer mit finanziellem Aufwand verbunden sind, aber man muss immer wieder feststellen:

Es hat sich gelohnt!!! 

Für die Eulen spielten: Lena Schmähl (Tor), Sarah Hemmerich (Tor), Tabea Luickx, Jule Polsz, Anna Glaser, Jana Stolle, Jacqueline Tines, Lucy Sulta, Anika Voss, Emma Wilhelm, Maike Freitag, Marie-Louise Sommerauer, Chiara Thorn, Pauline Eckert, Trainer: Jürgen Meisel, Betreuerin: Kerstin Stolle