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wB1 - SauerlandCup 2018

Veröffentlicht in Handball-Aktuell Jugend » Handball-Aktuell weibliche Jugend am Dienstag, 09. Januar 2018
wB-Jungeulen feiern den 3. Platz beim SauerlandCup!



Menden: Wer in der Halle of Fame des SauerlandCups nachschaut, findet im Jahre 2006 die Mädels der TSG Friesenheim als Sieger dieses hochklassigen Handballturniers. Es war der goldene Jahrgang, dem auch das Eulenurgestein Lisa Heßler angehörte.

Seit einigen Jahren machen unsere Eulenmädels wieder über die Landesgrenzen hinweg auf sich aufmerksam. Unsere wJB kam letztes Jahr als einzige Vereinsmannschaft ins Halbfinale des SauerlandCups und musste sich dort nur den bärenstarken Auswahlmannschaften der Landesverbände geschlagen geben, die die ersten drei Plätze unter sich ausmachten.

War im letzten Jahr der Großteil der Mannschaft der wJB Jahrgang 2001, so waren dieses Jahr nur noch drei 2001er am Start und sieben vom jüngeren Jahrgang 2002. Eine überschaubare Truppe, nachdem Tabea mit dicken Backen (ZahnOP) nur moralisch unterstützen konnte und Anna-Lisa aufgrund einer Erkältung fehlte. Bei den meisten Begegnungen hatte man aufgrund der körperlichen Nachteile den Eindruck, dass hier David gegen Goliath spielt, wobei die Gegner schnell feststellen mussten, dass mit den Jungeulen nicht zu spaßen ist.

Samstagmorgen zum Auftakt wurde der HSV Solingen-Gräfrath (9:8), der VFL Bad Schwartau II (15:12) und die Gastgeber SG Menden Sauerland (21:11) besiegt und es folgte zum Abschluss das Spitzenspiel gegen den ebenfalls verlustpunktfreien Buxtehudener SV um den Gruppensieg. Der Bundesliganachwuchs aus Hamburg war favorisiert, was die Jungeulen nur wenig juckte. Nachdem unsere Gegner bis zum 9:9 stets vorlegten, drehten unsere Mädels nunmehr das Spiel und legten selbst vor. Kurz vor Ende erzielte Buxtehude den Ausgleich zum 12:12. Unsere Mädels reagierten blitzschnell, schnelle Mitte und Hanna auf dem Weg Richtung Tor von hinten zu Fall gebracht! Folgerichtig gab es eine 2-Minuten-Strafe für die Gegenspielerin, was allerding ausblieb, war Sekunden vor Schluss die zwingende 7-Meter-Entscheidung. Der direkte Freiwurf konnte nicht verwertet werden und so trennte man sich hochverdient mit 12:12. Womöglich eine turnierentscheidende Situation für die Jungeulen, da man aufgrund des schlechteren Torverhältnisses in der Zwischenrunde nunmehr in der Gruppe des späteren Turniersiegers war. Knüppelhart die Belastung der Mädels, die in den vier Spielen á 25min zeitlich bereits zwei volle Spiele absolviert hatten. Den freien Nachmittag nutzten die Mädels zum Entspannen. Ab 15:00 Uhr hatte unser Physio Alex im 15-Minutentakt eine Spielerin nach der anderen auf dem Tisch und leistete dabei Schwerstarbeit.

Sonntagmorgen hieß der Auftaktgegner der Zwischenrunde TPSG FA Göppingen. Unsere Mädels waren offensichtlich ausgeschlafen und überrannten die Göppinger mit 23:9, womit sich die Jungeulen auch im Torverhältnis eine gute Ausgangsposition verschafften. Und wieder kam es zum Spitzenspiel gegen die ebenfalls verlustpunktfreie VFL Bad Schwartau I. Und erneut war es ein Krimi, bei dem wir, auch durch unverständliche Schiedsrichterentscheidungen bereits mit 4:7 im Rückstand waren, aber nach einem Zwischenspurt den 7:7 Ausgleich schafften. Zwei Minuten vor Schluss das 7:8 und wieder eine unserer gefährlichen schnell ausgeführten Anspiele, Jana auf Rechtsaussen wird freigespielt und in vollem Tempo rüde gestoppt. Die Schiedsrichter beraten sich und jeder auf der Tribüne, unabhängig der Vereinszugehörigkeit, denkt über die rote Karte nach und die Schiedsrichter entscheiden auf Freiwurf gegen Friesenheim!!! Entsetzen auf der Tribüne, Fassungslosigkeit in den Gesichtern der Spielerinnen. Die Schiedsrichter wollen einen Schrittfehler erkannt haben (???), wobei ungeachtet dessen das rüde Foul völlig ungeahndet blieb. Die Jungeulen konnten das folgende 7:9 nur noch auf 8:9 verkürzen, womit man Gruppenzweiter war. Ein Trost blieb: Als bester Gruppenzweiter qualifizierte man sich fürs Halbfinale, wieder gegen Buxtehude.

Das Halbfinale war das erste Spiel im Turnier (nach gespielten 150 Minuten), bei dem man den Mädels einen Kräfteverschleiß anmerkte, der sich auch auf die Konzentration auswirkte. Buxtehude gewann verdient mit 18:8 (9:5, 11:7, 13:8, 18:8) und wir mussten uns für das Spiel um Platz drei gegen den VFL Gummersbach neu aufrichten, die im zweiten Halbfinale dem VfL Bad Schwartau 11:12 unterlegen waren.

Es wurden nochmal alle Kräfte mobilisiert, sodass das Spiel mit 15:13 gewonnen wurde. Respekt dem Team, Respekt dem Trainer Jürgen Meisel, Respekt unserem Physio Alexander Stirner, toll was in diesem erlesenen Feld erreicht wurde. Innerhalb von 24 Stunden 200 Minuten Handball auf höchstem Niveau absolviert. Die Mädels haben dabei mal wieder bewiesen, in welch einer top Verfassung sie sich befinden.

Für die EULEN spielten: Sarah Hemmerich, Celine Sold, Jasmin Jung, Hanna Rudolph, Jana Stolle, Chiara Thorn, Anna Glaser, Emma Wilhelm, Lucy Sulta,
Trainer Jürgen Meisel, Physio Alexander Stirner                                                       
Anwesend, aber nicht spielfähig: Tabea Luixck
Es fehlte: Anna-Lisa Scheiner  


Ergebnisse im Überblick:

TSG Friesenheim vs. HSV Solingen-Gräfrath                             9:8                               
TSG Friesenheim vs. VFL Bad Schwartau II                             15:12
TSG Friesenheim vs. SG Menden Sauerland                            21:11
TSG Friesenheim vs. Buxtehudener SV                                    12:12
TSG Friesenheim vs. TPSG FA Göppingen                               23:9
TSG Friesenheim vs. VFL Bad Schwartau I                                 8:9
TSG Friesenheim vs. Buxtehudener SV                                      8:18
TSG Friesenheim vs. VFL Gummersbach                                  15:13          


Für einen Teil des Teams geht es bereits am Donnerstag mit der RLP-Auswahl zum Länderpokal. Wir wünschen unseren Mädels und dem RLP-Team viel Erfolg. Die Oberligarunde beginnt wieder am 20./21.01.2018 mit dem Doppelspieltag im TSG Sportzentrum gegen den SV 64 Zweibrücken (20.01., 16:00 Uhr) und gegen die SG OBKZ (21.01., 18:00 Uhr)