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mB2: Rückschlag im Kampf um die Meisterschaft nach erster Heimspielniederlage (30:31) gegen HSG Dudenhofen/Schifferstadt

Veröffentlicht in Handball-Aktuell Jugend » Handball-Aktuell männliche Jugend am Montag, 16. Dezember 2019
„Unnötig!!!“ war wohl die meistgebrauchte Vokabel der Friesenheimer Spieler, Trainer, Betreuer und Zuschauer, wenn es um die Einschätzung der vermeidbaren Niederlage ging. Mit der HSG Dudenhofen/Schifferstadt war der Zweitplatzierte zu Gast in der Heinrich-Ries-Halle, dem man im Hinspiel noch deutlich mit 32:24 unterlegen war. Nur der Sieger würde an Spitzenreiter TV Hochdorf dranbleiben und die Meisterschaft in eigener Hand behalten können.

Die Jungeulen gingen durch das Fehlen von Levin Bohn, Janne Hartmann und Daniel Iqbal ersatzgeschwächt in die Partie, erwischten aber dennoch einen guten Start. Die einzige Führung der Gäste in der ersten Halbzeit zum 0:1 konnte postwendend ausgeglichen und ab der 6. Minute in einen Vorsprung gedreht werden. Jona Rogawski und Lars Friedmann (mit je 7 Treffern Topscorer der Jungeulen) trafen in den ersten 10 Minuten zuverlässig und stellten mit Unterstützung von Simon Müsel und Luca Mariani auf 7:4. Auf der Gegenseite zeigte Thorben Stelter immer wieder sein Potential aus dem Rückraum und war über die gesamte Partie nicht zu verteidigen. So gelang es unseren Jungs nicht sich abzusetzen. Immer wieder zog man auf drei Tore davon, bevor die Gäste den Anschluss wieder herstellten. Aus einem 8:7 in der 13. Minute wurde beispielhaft ein 10:7, bevor es in der 17. Minute wieder 11:10 stand. In der 22. Minute schien es nach einem herrlichen Treffer von Linksaußen Tom Kempf zum 14:12, als könnten die Gastgeber mit einer Führung in die Pause gehen, doch die HSG schaffte noch den Ausgleich zum 14:14.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit setzten die Gäste dann ihren Lauf fort und zogen schnell auf 14:17 davon. Trainer Erik Jakob war zu einer frühen und lautstarken Auszeit gezwungen. Ein Weckruf zur rechten Zeit, konnten die Jungeulen doch durch zwei Treffer von Jona Rogawski und Gregor Berres wieder auf 16:17 verkürzen. Der Ausgleich ließ dann bis zur 33. Minute auf sich warten (19:19), kurz darauf sorgte ein 3:0-Lauf für die 22:20 Führung in der 38. Minute. Die Teams schienen sich jetzt darauf geeinigt zu haben die Abwehrarbeit einzustellen. Kaum ein Angriff dauerte länger als 30 Sekunden bis zum Torerfolg. Unsere Jungs konnten zunächst eine knappe Führung behaupten, bis einmal mehr Thorben Stelter zum Ausgleich traf (25:25 in der 42. Minute). Die Führung wechselte nun ständig, bis in der Schlussphase Lars Maiwald mit einem Doppelschlag die Partie entschied. Am Ende stand eine wie zu Beginn geschrieben unnötige Niederlage (30:31), durch die man sich nun zunächst aus dem Titelrennen verabschieden muss.

„Auf das, was da noch kommt
Auf jedes Stolpern, jedes Scheitern
Es bringt uns alles ein Stück weiter zu uns
Auf das, was da noch kommt“.

Der Song von Lotte und Max Giesinger läuft aktuell im Radio rauf und runter und scheint dem Verfasser passend für unsere Jungs. Die tolle Entwicklung des Teams ist unverkennbar. Und wenn weiterhin aus Fehlern gelernt wird, weiterhin immer einmal mehr aufgestanden wird als man hinfällt, darf man freudig gespannt sein auf das, was da noch kommt. Die TSG Friesenheim wird sicher noch viel Freude an diesem Jahrgang haben.

Es spielten:

Deniz Akdeniz (Tor), Lars Bräuer (Tor), Gregor Berres (2), Tom Kempf (2), Luca Mariani (4), Ben Stolle (3), Yanik Knobel (1), Patrick Ahollinger (1), Lars Friedmann (7), Jona Rogawski (7), Simon Müsel (3)