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„Alles raushauen, was zum Ende des Jahres noch im Tank ist“ Jungeulen-Kapitän Malte Dorra vor dem Deutschland Cup

Veröffentlicht in Handball-Aktuell Jugend » Handball-Aktuell männliche Jugend am Mittwoch, 18. Dezember 2019

Am kommenden Wochenende steht der Deutschland-Cup – die deutschen Meisterschaften der Verbandsauswahlteams – für die männlichen Jahrgänge 2003 und jünger an. Mit Malte Dorra, Johannes Köster und Arved Horchheimer sind auch drei Jungeulen mit der RLP Auswahl am Start.
Wir unterhielten uns mit Malte Dorra, dem Kapitän unserer B-Jugend im Vorfeld des Turniers.

Malte, am Wochenende ist es soweit, der Deutschlandcup in Berlin steht an. Wie groß ist die Vorfreude auf das Turnier und was bedeutet es für Dich persönlich in Berlin dabei zu sein?
Die Vorfreude ist natürlich groß, denn darauf habe ich fast 3 Jahre hingearbeitet. Und man ist natürlich stolz, unter den Top 16 der RLP-Auswahl zu sein.

Malte Dorra mJB


Du bist bereits seit vielen Jahren Mitglied beim Team RLP, warst auch bereits im März bei der DHB Sichtung in Heidelberg dabei. Wie verlief seither die Vorbereitung auf den Deutschland-Cup?
Wir hatten regelmäßige Lehrgänge und im November ein Vorbereitungsturnier in Hameln, auf dem wir uns einspielen konnten, bzw. taktische Dinge besprechen konnten. Zudem kennen wir uns nun alle auch schon über drei Jahre und kennen die Abläufe der Mitspieler.



Vor knapp zwei Wochen habt ihr das Topspiel der Oberliga RPS knapp gegen den TV Nieder-Olm verloren. In Berlin spielt ihr nun zusammen mit vielen Spielern aus Nieder-Olm. Wie ist der Zusammenhalt innerhalb des Teams? Spielt das Ergebnis aus der Liga noch eine Rolle?
Ich glaube nicht, dass das Ergebnis noch eine große Rolle spielt. Das Verhältnis zwischen den Spielern ist gut und es gibt keine großartigen Differenzen. Insgesamt ist die Stimmung innerhalb der Mannschaft relativ gelassen. Nach dem Turnier in Hameln waren zwar alle etwas geknickt, aber es gab keine Vorwürfe zwischen den Spielern, was den Zusammenhalt nur bestätigt.

Mit dem Highlight Deutschland-Cup geht eine fast dreijährige Auswahlzeit zu Ende.
Was nimmst Du mit aus der Zeit in der Rheinland-Pfalz Auswahl? Was waren die prägendsten Ereignisse?


Es war eine prägende Zeit. Man hatte Lehrgänge oder Trainingseinheiten, die ätzend waren, aber das Weitermachen hat sich gelohnt. Man hat Freunde gewonnen und konnte sich regelmäßig mit den stärksten Spielern des eigenen Verbandes messen, was auch für die eigene Entwicklung unheimlich wichtig war. Das größte Highlight steht zwar bevor, aber die DHB-Sichtung war für mich bisher das größte Ereignis, welches wir mit der RLP hatten.

Wenn du jüngeren Auswahlspielern, die noch einige Jahre vor sich haben, etwas mit auf den Weg geben könntest, was wäre das?


Das Einzige, was ich dazu sagen kann ist, dass man nie aufgeben sollte. Auch wenn die vielen abendlichen Trainingseinheiten und Lehrgänge, die neben dem Vereinstraining extrem zeit- und kraftraubend waren, irgendwann an die Substanz gingen, lohnt es sich immer weiter zu kämpfen. Mit jedem Jahr werden die Gegner und auch die eigenen Entwicklungsmöglichkeiten größer. Und gerade am Ende stehen mit der DHB Sichtung und dem Deutschland-Cup zwei absolute Highlights an, die all die zusätzlichen Trainingseinheiten lohnenswert machen.

 

Was sind eure Ziele in Berlin? Und welche persönlichen Ziele hast du dir für den Deutschland-Cup gesetzt?

Unser Ziel ist es besser zu spielen, als in Hameln. Eine direkte Platzierung haben wir nicht festgelegt. Unter den ersten 8 wäre natürlich toll, damit sich auch der nächste Jahrgang für das Turnier direkt qualifiziert.

Meine eigenen Ziele sind zum einen über alle drei Tage meine beste Leistung zu zeigen, um auch bei den DHB Trainern Eindruck zu machen. Zum anderen möchte ich natürlich mit meinen Teamkameraden Spaß haben, um die Auswahlzeit mit einem guten Gefühl in bleibender Erinnerung zu beenden. Ich möchte einfach nochmal alles raushauen, was zum Ende des Jahres noch im Tank ist, um mir am Ende sagen zu können, alles investiert zu haben.



Nach einer kurzen Weihnachtspause geht es auch im Verein mit dem Sauerlandcup und der Rückrunde direkt nahtlos weiter. Welche Ziele hast Du noch mit den Jungeulen in der laufenden Runde?
Unser Ziel ist es jetzt die nächsten 8 Spiele zu gewinnen, denn wir sind nicht mehr ungeschlagener Tabellenführer. Doch wir haben es noch immer in der eigenen Hand.
Wir müssen jetzt jedoch konzentriert darauf hinarbeiten und dürfen uns keine Fehler mehr erlauben. Der Sauerland-Cup im Januar in Menden ist dafür eine hervorragende Vorbereitung, bei dem wir uns mit den besten Mannschaften Deutschlands messen können.



Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg in Berlin.