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Weibliche Jugend beim IBOT 2019

Veröffentlicht in Handball-Aktuell Jugend » Handball-Aktuell weibliche Jugend am Dienstag, 23. April 2019

Biberach: Die Mädels der Jungeulen besuchten dieses Jahr erstmals mit allen drei Altersklassen (A-, B- und C-Jugend) das Internationale Biberacher Osterturnier (IBOT) Das Megaturnier mit 100 Mannschaften ist seit Jahren eines der größten Turniere in Süddeutschland. Für viele Teams ist es das letzte große Turnier zum Saisonende, während ein anderer Teil der Teilnehmer es als Vorbereitung für die neue Saison bzw. für die anstehenden Qualifikationsspiele nutzt. Auch die Jungeulen fuhren erstmals mit Ihrem jungen Jahrgang nach Biberach mit dem Bewusstsein, dass man durchaus auch gegen körperlich deutlich überlegene Mannschaften antreten muss.

Extrem war dies bei unserer weiblichen C-Jugend, die eigentlich mit der kompletten D-Jugend der abgelaufenen Saison an den Start ging, was bedeutete, dass zum Teil zwei-drei Jahre ältere Spielerinnen vor den „kleinen“ Eulen standen. Auch war es für die jungen C-Jugendspielerinnen Neuland, bei einem solchen Megaturnier gegen derart starke Mannschaften zu spielen. Zu allem Überfluß hatte das Team auch noch Pech bei der Gruppenauslosung. Die drei Vorrundengruppengegner (Reginal-auswahl Ost: Platz 1, TV Nieder-Olm: Platz 5, HandbalSchool NML: Platz 4) reihten sich am Ende des Turniers ganz weit vorne ein, der Auftaktgegner Regionalauswahl Ost wurde letzlich souverän Gesamtsieger. Insoweit war das Turnier für die C-Mädels in erster Linie ein Erlebnis, Teambuilding, Erfahrung sammeln und sie zeigten in einigen Spielen beherzt, dass sie kämpfen können. Leider verletzte sich Kiana im letzten Spiel am Fuß. Wir wünschen ihr gute Besserung.

Unsere weibliche B-Jugend reiste ebenfalls mit sehr vielen unerfahrenen Spielerinnen an, die ein solches Turnier in dieser Form noch nicht erlebt hatten. Zudem fehlten einige Spielerinnen aufgrund Verletzung oder Osterurlaub. Daher waren auch hier die sportlichen Ziele in erster Linie so gesteckt, dass das Zusammenspiel gefördert werden sollte. Ab und an wurde das Team von 2002er-Spielerinnen des älteren Jahrgangs unterstützt. In der Vorrunde traf man auf den späteren Finalisten HSG Freiburg, sowie den fünftplatzierten LC Brühl und zuletzt auf die aus vergangenen Jahren bekannte HSG Würm-Mitte. Alle drei Spiele wurden klar verloren. Beim ersten Platzierungsspiel traf man auf die HSG Mutterstadt/Ruchheim, dass die Jungeulen knapp gewinnen konnten. Mutterstadt musste dabei eine vertretbare rote Karte nach noch nicht einmal 2 Minuten verkraften, wobei Friesenheim mit der Hypothek von 7 vergebenen 7-Metern zu kämpfen hatte. Das letzte Spiel verlor das Team gegen den vom ehemaligen Jungeulentrainer Jürgen Meisel gecoachte TV Birkenau, zeigte aber eine kämpferisch gute Leistung.

Mit anderen Voraussetzungen reiste die weibliche A-Jugend nach Biberach. Zum Nachteil unseres 2000er-Jahrgangs, die dieses Turnier gerne als Abschluss der Jugend genutzt hätten, trat die wJA zwar mit dem jungen 2001/2002er-Jahrgang an, allerdings mit durchweg erfahrenen Spielerinnen und mit dem Vorhaben, sich auf die anstehende A-Jugendbundesligaqualifikation vorzubereiten. Die Hammervorrundengruppe lies allerdings offen, was man tatsächlich erreichen könnte. Mit dem Auftaktgegner, den TuSSies aus Metzingen trat man gegen den mit Spielerinnen des aktuellen B-Jugend-BadenWürttemberg-Oberligameister an. Überraschend klar beherrschten die Jungeulen die TuSSies und siegten mit 18:9. Im zweiten Spiel musste man sich mit keinem geringeren als dem aktuellen A-Jugend-BadenWürttemberg-Oberligameister, dem TuS Schutterwald messen, den man nach hartem Kampf mit 19:18 besiegen konnte. Damit stand der dritte Vorrundengegner, der TV Nellingen sowie die Jungeulen mit jeweils 4:0-Punkten bereits als Viertelfinalteilnehmer fest. Am frühen Ostersonntagmorgen (8:00 Uhr) stand die Partie gegen den TV Nellingen an, die sich von den Jungeulen mit 29:10 bewusst abschlachten ließen. Ein sportlich mehr als fragliches und respektloses Verhalten von Nellingen, die damit dem Viertelfinalgegner TPSG FrischAuf Göppingen aus dem Weg gehen wollten. Somit hieß unser Viertelfinalgegner FA Göppingen. In den ersten drei Spielen hatte sich das Team noch keine tatsächliche Schwächephase geleistet, was allerdings nun folgte. In den ersten 15 Minuten ließen die Jungeulen viele Chancen liegen und agierten in der Abwehr nicht gewohnt aggressiv, was einen 11:4-Rückstand bedeutete.

FA Göppingen1
Außer einer Ergebniskorrektur war nichts mehr möglich und so verlor man gegen den späteren Finalisten verdient 12:17. In den Platzierungsspielen 5-8 traf man nunmehr auf den Gastgeber TG Biberach. Es sollte das spannendste Spiel des Turniers für die Jungeulen werden. Drei Minuten vor Ende der Partie lagen die Jungeulen mit drei Toren zurück. Das Team zeigte Moral und erkämpfte sich den Ausgleich, was sofort zum 7-Meter-Werfen führte.



Aus dem Spiel gg FA Göppingen

Über alle Spiele war erkennbar, dass wir ein Problem mit der Verwertung von 7-Metern hatten, allerdings konnten wir nunmehr ganz sicher verwandeln und nach dem vierten Treffer und den gleichzeitig von Sarah gehaltenen Bällen standen wir als Sieger fest. 

FA Göppingen2FA Göppingen3Siebenmeterentscheidung!!! Sieg gegen den Gastgeber TG Biberach!!!

Im Spiel um Platz 5 mussten wir dann gegen die aus früheren Duellen bekannten JSG Neckar Kocher antreten, die wir sicher mit 16:13 besiegen konnten. 


Letztlich eine tolle Gesamtleistung, bei der fünf von sechs Spielen gewonnen wurden, aber leider nur den 5. Platz einbrachte. Die Dritt- und Viertplatzierten haben jeweils zwei Spiele verloren und davon eines gegen uns, aber das frühe Aus bei den KO-Spielen lies keine bessere Platzierung zu.

Fazit: Eine gute Vorbereitung auf die anstehenden Qualifikationsspiele. Jedes Team weiß in etwa, wo es steht. Das Turnier ist ein tolles Erlebnis und eine gewinnbringende Erfahrung für die meisten Spielerinnen, zudem lernen sich die Spielerinnen noch besser kennen. Sechs Sporthallen, in denen von morgens früh bis spät abends Spiele stattfinden, aus fünf werden im Lifestream die Spiele übertragen, sodass die Zuhause gebliebenen Eltern dort mitfiebern können, einfach toll. Der Veranstalter muss allerdings auch aufpassen, dass Mannschaften, die das Turnier als Spaß- bzw. Rundenabschlussturnier nutzen, nicht die Überhand bekommen, da offensichtlich in und vor den Hallen das Feiern inklusive Alkoholkonsum () in diesem Jahr merklich und störend zugenommen hat, was zu massiven Beschwerden führte. Es wäre schade, wenn Vereine aufgrund dieses Zustandes dem tollen Event fernbleiben würden.

Den Trainern Vik Kühn, Martin Buschsieper und Peter Knopf Vielen Dank für Ihre Arbeit, den helfenden Eltern und Organisatoren im Hintergrund ebenfalls Vielen Dank und zuletzt Dank den mitgereisten Eltern für die tolle Unterstützung der Teams.

Für die finanzielle Unterstützung zum Event HERZLICHEN DANK an den
FREUNDESKREIS HANDBALL TSG 1881 FRIESENHEIM e.V.